
Inferno: Ruf der Toten
Marcel Feige
Festa 2005–01–10 Gebundene Ausgabe 281 Seiten
Klappentext:
In Berlin wird der junge Fotograf Philip von rätselhaften Visionen heimgesucht. In London stirbt die attraktive Beatrice aus heiterem Himmel an einem Schlaganfall. In Rom bereiten die Mitglieder einer Geheimgesellschaft eine finstere Verschwörung vor. Und in Brasilien sorgt ein Abgesandter des Vatikans dafür, dass der redselige Zeuge einer Wunderheilung für immer schweigt … Sobald der Zusammenhang der vier Schauplätze und der Ereignisse erkannt wird, gibt es kein Entrinnen mehr. Wir sind gefangen auf der Reise ins Inferno!
Meinung:
Auf dieses Buch bin ich beim stöbern auf der Webseite des Festa-Verlags gestossen. Es fiel mir wegen des ästhetischen Covers sofort ins Auge und auch die Kurzbeschreibung sprach mich an. Als es geliefert wurde, habe ich es jedoch nicht sofort gelesen, sondern es wanderte zunächst in mein heimisches Bücherregal.
Nun ergab sich bei Tauschticket die Gelegenheit dieses Buch gegen ein anderes zu tauschen und so kam ich dazu es zu lesen.
„Jung, urban und ziemlich hipp – Horror wie mit der Rasierklinge auf die Seiten tätowiert.“ so die Werbung auf dem Klappentext, wobei ich hier nur den ersten Teil der Aussage zustimmen kann, denn „Ruf der Toten“ ist weniger ein Horror-Roman sondern eher ein Mysterie-Thriller mit Themen wie Zeitreise, Gedächtnisverlust und mysteriösen Verschwörungen. „Jung, urban und ziemlich hipp“, ist der in Berlin wohnende Hauptdarsteller, der gerade mal zwanzigjährige Fotojournalist Philip Hader. „Piss die Wand an“ ist sein Lieblingsspruch, Drogentrips bis zum Exzess und regelmäßige Discotouren gehören zu seinem Lebensgewohnheiten.
Das Buch ist in vier Erzählstränge aufgeteilt, zum einen agiert der schon erwähnte junge Journalist aus Berlin, dann gibt es noch Beatrice aus London, die plötzlich mitten aus dem Leben, ohne ersichtlichen Grund ins Koma fällt, wieder erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann. Im dritten und vierten Erzählstrang geht es um die Hintergründe im Vatikan, wo plötzlich jemand erwacht und in Brasilien wird ein redseliger Zeuge einer Wunderheilung aus dem Weg geschafft.
„Ruf der Toten“ ist der erste Teil der Inferno-Trilogie, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Der Roman ist erfrischend anders, spannend, anspruchsvoll und teilweise poetisch, aus der Feder eines deutschen Autors, der mindestens genauso gut schreibt, wenn nicht sogar besser als manch amerikanischer Schriftsteller ala Dan Brown. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger mitten im Geschehen, so dass ich gar nicht anders konnte und mir nach der Lektüre des ersten Teils gleich den zweiten Teil „Schwester der Toten“ bestellen musste. Nun bereue ich es auch, das Buch vertauscht zu haben.
Rating: 




Marcel Feige bekam im November 2003 für das eindrucksvolle Buch „Nina Hagen‑ That’s Why The Lady Is A Punk“ die „Corine – Internationaler Buchpreis 2003“ in der Kategorie „Illustriertes Sachbuch“ verliehen.
Weitere Infos auf der Webseite des Autors: Marcel Feige