Archiv für das Thema: Horror

Verfilmung von Stephen Kings Novelle – Der Nebel

„Der Nebel“ (orig. The Mist) erschien in Deutschland erstmalig 1987 unter dem Titel „Nebel“ in der Edition Phantasia als eine auf 500 Stück limitierte Ausgabe. Heute, so schätzt man, befinden sich nur noch etwa 80–120 Exemplare von diesem Buch im Umlauf und es ist eines der seltensten Bücher von King. Sammler zahlen bis zu 1000 Euro für ein Exemplar. Später wurde die Novelle überarbeitet und in die Kurzgeschichtensammlungen „Im Morgengrauen“ und „Blut“ integriert.
Der amerikanischer Drehbuchautor und Filmregisseur Frank Darabont, bekannt u.a. durch „The Green Mile“ und „Die Verurteilten“ hat „The Mist“ verfilmt.
„Der Nebel“ mit Thomas Jane, Marcia Gay Harden, Andre Braugher, William Sadler, Laurie Holden sowie Nathan Gamble startet am 24. Januar 2008 in den deutschen Kinos.

Webseite zum Film: Der Nebel

Trailer:

Rache – Richard Laymon

Rache
Rache.
Richard Laymon
Heyne 2006–04 Broschiert 556 Seiten

Mitten in der Nacht bricht Duane, der Freund von Sherry, in den nahegelegenen Supermarkt auf, um Kondome zu besorgen. Doch Duane kehrt nicht zurück. Sherry macht sich auf den Weg um ihren Freund zu suchen. Sie trifft auf den jungen, freundlichen Toby, dem sie vertraut und in dessen Auto sie steigt. Doch das entpuppt sich als Fehler, denn Toby ist alles andere als freundlich.

Laymon versteht sein Handwerk und im Vergleich mit anderen Autoren, die ebenfalls Horror-Romane schreiben, hebt er sich, was die Technik des Schreibens betrifft, positiv von der Masse ab. Deshalb bedaure ich es, dass sich bei seinen Geschichten immer wieder das Thema Gewalt in den Vordergrund drängt. Auch „Rache“ ist wieder so ein typischer Laymon-Roman mit viel Gewalt und zugleich abartigen sexuellen Handlungen für lediglich hartgesottene Thriller‑ und Horrorfans. Nun drängt sich die Frage auf, wollte er nicht anders, oder konnte er nicht? Die Antwort darauf wird es sicher nicht geben, da Laymon leider im Jahr 2001 verstorben ist.

Der Plot ist hier, im Vergleich mit „Die Insel“, noch einfacher gestrickt und das Verhalten der Charaktere nicht immer glaubwürdig. Doch was erwarte ich von einem Horror-Roman? Muss denn Horror glaubwürdig sein? Welches Genre sonst, wenn nicht der Horror-Roman erlaubt abartige, diffamierende und schockierende Geschichten, Geschichten über kranke oder gestörte Persönlichkeiten?
Richard Laymon gelingt es immer wieder, derartige Geschichten spannend zu erzählen und zugleich gewährt er uns Einsichten in die Psyche gestörter Persönlichkeiten, deren Handlungsweise für uns, als normale und nichtgestörte Menschen, nicht immer nachvollziehbar ist. Und doch existieren sie, die Perversen, die Kranken, die Gestörten … Ich brauche nur den Fernseher einzuschalten oder die Schlagzeilen in der Tageszeitung zu lesen …

Rating: ★★★★☆

Wut – Marcel Feige

Wut
Wut
Marcel Feige
Goldmann 2007–09–01 Broschiert 512 Seiten

Leif Schubert, ein junger Student, wird in Berlin von der Polizei bei der Beschaffung von einigen wenigen Gramm Gras erwischt. Die Drogen sollten aber nicht für ihn selbst sein, sondern für seine Freundin. Die Polizei glaubt ihm nicht. Er wird verurteilt und muss deshalb Sozialstunden in einer Einrichtung für Obdachlose ableisten. Zur Aufgabe von Leif gehört die Betreuung von Menschen, von deren Existenz er bis jetzt nichts gewusst hat. Diese Menschen hausen im Untergrund von Berlin, in stillgelegten U-Bahn – Schächten und im weit verzweigten Tunnelsystem direkt unter Berlin. Es sind Menschen, die keine Hoffnung mehr haben, Menschen die durch das soziale Netz gefallen sind.
Schockiert erfährt Leif, dass sich unter diesen Obdachlosen auch Kinder befinden.
Mehrere Morde geschehen, ein Serienmörder treibt sein Unwesen direkt unter Berlin. Kommissar Kalkbrenner ermittelt und Leif ist der Hauptverdächtige….

Marcel Feige hat mit „Wut“ einen intelligenten, sehr realitätsnahen und spannenden Kriminalroman/Thriller geschrieben. Er beginnt langsam, nimmt ab der Mitte Tempo auf und wird gegen Ende leider wieder etwas ruhiger. Die Figuren jedoch haben Tiefe und sind gut beschrieben. Besonders Kommissar Kalkbrenner, der auch mit privaten Problemen zu kämpfen hat, empfand ich als sympathisch. Nebenbei gelingt es dem Autor spielend, die lebendige Atmosphäre Berlins zu transportieren.

Kurze Kapitel und ein sehr moderner Schreibstil bieten hier spannende Krimi-Unterhaltung. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Kommissar Kalkbrenner. „Gier“ soll 2008 erscheinen.

Rating: ★★★★☆

Die Insel – Richard Laymon

Die Insel.
Die Insel.
Richard Laymon und Thomas A. Merk
Heyne 2006–08–01 Broschiert 559 Seiten

Die Familie Collins und der achtzehnjährige Rupert stranden bei einem Familienausflug auf einer einsamen Insel. Als sich alle auf der Insel aufhalten, explodiert plötzlich die Jacht.
War es ein Unfall oder wurde die Jacht absichtlich in die Luft gesprengt? Als sich später herausstellt, das es kein Unfall war, bricht Panik aus …

„Die Insel“ ist ein Thriller mit extrem kontroversen Kritiken, entweder er gefällt oder man lehnt ihn ab. Für mich war es eines der spannendsten Bücher welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Laymon erzählt so brilliant seine abartige von Sex, Folter und Gewalt geprägte Schmuddelgeschichte, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, obwohl ich ansonsten nun wirklich kein Freund von derartigen Schilderungen bin. Und genau diese Tatsache macht das Buch für mich zu einem Meisterwerk. Trotz einfachem Plot, der in Tagebuchform angelegt ist, gelingt es dem Autor ständig falsche Fährten zu legen, bis zum nicht vorhersehbaren fulminanten Ende. Die Krönung jedoch ist, dass Laymon es zudem schafft, diese eklige und abartige Geschichte noch zusätzlich mit Humor zu würzen, so dass ich beim lesen ständig schmunzeln musste. Jedoch rate ich empfindlichen Gemütern von der Lektüre eines Richard Laymon dringend ab. Das Buch wurde nicht ohne Grund in der Heyne-HARDCORE-Reihe veröffentlicht.

Rating: ★★★★★

Das kalte Haus – T.M. Wright

Cold House
Cold House
TM Wright
Catalyst Press 2003–10 Taschenbuch 220 Seiten

Eine fesselnde Liebesgeschichte, in der Zeit und Raum von der Normalität abweichen, wo Verlangen und Verlust das Dasein bestimmen. Eine Geschichte über das, was uns nie los lässt, vor dem wir niemals fliehen können – über den Verlust, den wir erlitten haben und über das Unabwendbare.

In einem alten, kalten Haus, warten eine Frau und ihr Hund in der Einsamkeit und in Angst vor der noch kälteren Außenwelt.
In einer Stadt, deren Namen er nicht kennt, irrt ein Mann umher, der verzweifelt nach Antworten sucht. Ihre Liebe verbindet sie.“

(Quelle: Klappentext)

T. Ⅿ. Wrights Roman ist schon aufgrund der Erzählweise sehr ungewöhnlich und es ist Lektüre, die man nicht einfach so weg lesen kann, zudem spukt mir die Geschichte immer noch im Kopf herum… Deshalb ist „Das kalte Haus“ ein nachdenklich machendes literarisches Werk, äußerst gefühlvoll und intelligent geschrieben. Mir fehlen die richtigen Worte …

Eine Leseprobe gibt es hier: „Das kalte Haus“

(Verlinkt habe ich hier, wie man sieht die englische Ausgabe, gelesen habe ich das Buch auf deutsch welches lediglich bei Eloy Edictions erschienen ist und auch nur über diesen Verlag zu beziehen ist)

Rating: ★★★★★

Inferno 3: Macht der Toten

Inferno 3: Macht der Toten
Inferno 3: Macht der Toten
Marcel Feige
Festa 2007–03–28 Gebundene Ausgabe 192 Seiten

Klappentext:
Während Berlin in den Schneewehen eines unnatürlichen Winters versinkt¸ kämpft Philip allein gegen einen übermächtigen und grausamen Feind. Auch die Vergangenheit enthüllt ein schreckliches Gesicht: Eine uralte Prophezeiung besagt¸ dass Philips Familie den Schlüssel zur Erlösung der Toten besitzt – doch wie kann er mit dieser Gabe leben?

Meinung:
„Macht der Toten“ ist der letzte und abschließende Band der Inferno-Trilogie von Marcel Feige. Da mir die ersten beiden Bände sehr gut gefallen haben, musste ich natürlich wissen, wie die Geschichte endet. Die beiden Vorgänger – Bände machten Hoffnung auf einen viel versprechenden Abschluss, doch leider wurde ich enttäuscht. Das Ende empfand ich als völlig nichts sagend und unspektakulär, die wenigen Seiten wurden mit viel Worten gefüllt, die wenig mit der Handlung zu tun hatten. Ein krasser Widerspruch zu den ersten beiden Bänden. Schade, hätte doch der Abschluss dieser Trilogie etwas ganz Besonders werden können.

Rating: ★★☆☆☆

Der Gesang des Scherenschleifers – Andreas Winkelmann

Der Gesang des Scherenschleifers
Der Gesang des Scherenschleifers
Andreas Winkelmann
Neuer Europa Verlag 2007–03 Gebundene Ausgabe 272 Seiten

Klappentext:
Eine junge Familie erfüllt sich einen Lebenstraum und zieht in eine wunderschöne alte Villa in der Nähe von Hamburg aufs Land. Doch schon bei der Renovierung bemerkt Kristin, die junge Mutter, dass mit dem vermeintlichen Traumhaus etwas nicht stimmt. Trotz des beträchtlichen Alters des Gebäudes scheint niemand etwas über die Geschichte des Hauses zu wissen. Die Bewohner des Dorfes hüllen sich in Schweigen. Als Mike, der Vater der kleinen Familie, von einem Bankräuber erschossen wird, bricht für Kristin eine Welt zusammen. Ihre Mutter Ilse zieht mit in das Haus am Waldesrand, in dem es zu spuken scheint. Kristin wird nachts von Träumen heimgeholt, die sich alle um einen Scherenschleifer drehen. Als auch Ilse fast zu Tode kommt, können die Bewohner des Dorfes die junge Witwe und ihre Tochter Lisa nicht länger in ihr Verderben laufen lassen. Die Ereignisse überschlagen sich. Was ist nur mit dem Haus? Welche furchtbaren Geheimnisse birgt der alte Keller? Zwei zu Anfang völlig voneinander getrennt scheinende Handlungsstränge werden auf geschickte Weise zusammengeführt und erzeugen Gruselspannung von der ersten bis zur letzten Seite.

Meinung:
Zur Handlung ist ja oben schon alles gesagt. Was die Gruselspannung anbelangt, kann ich dem nur zustimmen. Es gibt wirklich Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Anderes Winkelmann, ein mir bis vor kurzem unbekannter deutscher Autor hat mich positiv überrascht. Beste Unterhaltung für Thrillerfans, jedoch ohne großen Anspruch.

Rating: ★★★★☆

Inferno 2: Schwester der Toten – Marcel Feige

Inferno 2: Schwester der Toten
Inferno 2: Schwester der Toten
Marcel Feige
Festa 2006–09 Gebundene Ausgabe 268 Seiten

Kurzbeschreibung:
Philip steht unter Mordverdacht. Während er in seiner Zelle verzweifelt nach einem Ausweg sucht, peinigen ihn grauenhafte Visionen. Es gibt nur eine Person, die ihn über seine geheimnisvollen Fähigkeiten aufklären kann: seine Großmutter. Doch sie liegt im Sterben. Ein Wettkampf mit der Zeit beginnt. Unterdessen ist Beatrice auf der heiligen Insel Lindisfarne dem Rätsel ihrer Auferstehung auf der Spur. Sie ahnt nicht, dass sie von Mitgliedern einer Geheimgesellschaft verfolgt wird – und die Fanatiker schrecken vor nichts zurück.

Meinung:
Nachdem ich den ersten Band der Inferno-Trilogie „Ruf der Toten“ gerade zu verschlungen habe, musste ich natürlich gleich den zweiten Band lesen.
„Schwester der Toten“ steht dem ersten Band in nichts nach. Im Gegenteil, es wird sogar noch besser. Marcel Feige versteht sein Handwerk, der Roman ist wieder sehr spannend und flüssig geschrieben.
Die verschiedenen Erzählstränge bleiben erhalten, doch tun sich erste Zusammenhänge auf, obwohl man am Ende der Geschichte nicht viel mehr weiß als nach Abschluss des ersten Bandes, trotzdem hatte ich den Eindruck viele neue Erkenntnisse gewonnen zu haben. Es bleibt also spannend und nun muss ich mir noch den dritten Band besorgen, leider ein teurer Spaß, aber das Marketing funktioniert!

Rating: ★★★★★

Inferno 1: Ruf der Toten – Marcel Feige

Inferno: Ruf der Toten
Inferno: Ruf der Toten
Marcel Feige
Festa 2005–01–10 Gebundene Ausgabe 281 Seiten

Klappentext:
In Berlin wird der junge Fotograf Philip von rätselhaften Visionen heimgesucht. In London stirbt die attraktive Beatrice aus heiterem Himmel an einem Schlaganfall. In Rom bereiten die Mitglieder einer Geheimgesellschaft eine finstere Verschwörung vor. Und in Brasilien sorgt ein Abgesandter des Vatikans dafür, dass der redselige Zeuge einer Wunderheilung für immer schweigt … Sobald der Zusammenhang der vier Schauplätze und der Ereignisse erkannt wird, gibt es kein Entrinnen mehr. Wir sind gefangen auf der Reise ins Inferno!

Meinung:
Auf dieses Buch bin ich beim stöbern auf der Webseite des Festa-Verlags gestossen. Es fiel mir wegen des ästhetischen Covers sofort ins Auge und auch die Kurzbeschreibung sprach mich an. Als es geliefert wurde, habe ich es jedoch nicht sofort gelesen, sondern es wanderte zunächst in mein heimisches Bücherregal.
Nun ergab sich bei Tauschticket die Gelegenheit dieses Buch gegen ein anderes zu tauschen und so kam ich dazu es zu lesen.

„Jung, urban und ziemlich hipp – Horror wie mit der Rasierklinge auf die Seiten tätowiert.“ so die Werbung auf dem Klappentext, wobei ich hier nur den ersten Teil der Aussage zustimmen kann, denn „Ruf der Toten“ ist weniger ein Horror-Roman sondern eher ein Mysterie-Thriller mit Themen wie Zeitreise, Gedächtnisverlust und mysteriösen Verschwörungen. „Jung, urban und ziemlich hipp“, ist der in Berlin wohnende Hauptdarsteller, der gerade mal zwanzigjährige Fotojournalist Philip Hader. „Piss die Wand an“ ist sein Lieblingsspruch, Drogentrips bis zum Exzess und regelmäßige Discotouren gehören zu seinem Lebensgewohnheiten.

Das Buch ist in vier Erzählstränge aufgeteilt, zum einen agiert der schon erwähnte junge Journalist aus Berlin, dann gibt es noch Beatrice aus London, die plötzlich mitten aus dem Leben, ohne ersichtlichen Grund ins Koma fällt, wieder erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann. Im dritten und vierten Erzählstrang geht es um die Hintergründe im Vatikan, wo plötzlich jemand erwacht und in Brasilien wird ein redseliger Zeuge einer Wunderheilung aus dem Weg geschafft.

„Ruf der Toten“ ist der erste Teil der Inferno-Trilogie, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Der Roman ist erfrischend anders, spannend, anspruchsvoll und teilweise poetisch, aus der Feder eines deutschen Autors, der mindestens genauso gut schreibt, wenn nicht sogar besser als manch amerikanischer Schriftsteller ala Dan Brown. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger mitten im Geschehen, so dass ich gar nicht anders konnte und mir nach der Lektüre des ersten Teils gleich den zweiten Teil „Schwester der Toten“ bestellen musste. Nun bereue ich es auch, das Buch vertauscht zu haben.

Rating: ★★★★★

Marcel Feige bekam im November 2003 für das eindrucksvolle Buch „Nina Hagen‑ That’s Why The Lady Is A Punk“ die „Corine – Internationaler Buchpreis 2003“ in der Kategorie „Illustriertes Sachbuch“ verliehen.
Weitere Infos auf der Webseite des Autors: Marcel Feige

Die Opferung – Graham Masterton

Die Opferung. Horror-Roman
Die Opferung. Horror-Roman
Graham Masterton und Ralph Sander
Festa 2005–09 Taschenbuch 379 Seiten

Kurzbeschreibung:
Existiert das verrufene Fortyfoot-Haus wirklich, oder ist es eine Spiegelung aus Vergangenheit oder Zukunft? Und was haust dort auf dem Dachboden? Ratten? Nein, es ist Brown Jenkin – und der ist weitaus schlimmer, als es Ratten je sein könnten.

Rezension:
David Williams, Innenausstatter aus Brighton, scheint vom Pech verfolgt zu sein. Er ist pleite, für sein Geschäft bekommt er keine Aufträge mehr und dann verlässt ihn auch noch seine Frau. Zusätzlich muss er sich von nun an allein um seinen 7-jährigen Sohn Danny kümmern. Er braucht dringend Geld und so nimmt er notgedrungen den Auftrag der Familie Tarrant an. Er soll ein schon länger leer stehendes, altes Haus, das Fortyfoot-Haus, renovieren.
Bereits in der ersten Nacht im Haus hört er seltsame, kratzende und schlurfende Geräusche, die ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt. Irgendetwas seltsames scheint auf dem Dachboden zu sein.
Aus dem Fenster der nahe liegenden Kapelle sieht er einen merkwürdigen Mann, der nicht so recht in die Gegenwart zu passen scheint. Er trägt einen schwarzen Zylinder und einen Frack. Schon bald ist Williams in eine Folge von unheimlichen Ereignissen verkettet.

„Die Opferung“ soll Lovecrafts Novelle „The Dreams in the Witch-House“ (Träume im Hexenhaus) Tribut zollen, ein Werk welches zu den wohl besten und berühmtesten Prosawerken Lovecrafts gehört.
Masterton übernahm einige grundlegende Strukturen, ließ aber ansonsten seiner Fantasie freien Lauf. Das Resultat ist ein durchaus spannender und lesenswerter Gruselroman, der jedoch nach dem ersten Drittel nur noch unterhalten will.
Lovecrafts Vorlage: „Träume im Hexenhaus“ ist weitaus ansprechender, da der Horror dort subtiler, dichter und geheimnisvoller ist.
Schade, der Roman hätte wirklich noch viel besser werden können. Dies beweist der sehr gelungene, von leisem und schleichenden Grauen geprägte Anfang. Am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und das Tempo zieht an, vom subtilen Horror ist nichts mehr zu spüren, statt dessen gibt es zu viel Blut.
Das Cover der Taschenbuchausgabe finde ich voll daneben, eine Verbindung zum Inhalt konnte ich nicht finden.

Rating: ★★★★☆

Wer „Träume im Hexenhaus“ lesen möchte, findet diese Erzählung, neben anderen Werken von Lovecraft hier:

Das schleichende Chaos. Gesammelte Werke, Band 3 von 6. Horrorgeschichten
Das schleichende Chaos. Gesammelte Werke, Band 3 von 6. Horrorgeschichten
Howard Ph. Lovecraft und Andreas Diesel
Festa 2006–10 Gebundene Ausgabe 284 Seiten

Inhalt:
Horrorgeschichten:

  • Der Baum
    Hypnos
    Iranons Suche
    Polaris
    In der Gruft
    Das Bild im Haus
    Jäger der Finsternis
    Das Verderben, das über Sarnath kam
    Die Musik des Erich Zann
    Die anderen Götter
    Träume im Hexenhaus
    Der Schatten aus der Zeit

  • Bonusmaterial:
    Dorothy Ⅽ. Walter: Drei Stunden mit Lovecraft
    R. H. Barlow: Notizen zu Lovecraft

    Eine Leseprobe gibt es beim Festa-Verlag

    Warum Firefox?