
Die Blutlinie
Cody McFadyen und Axel Merz
Lübbe 2006–09 Gebundene Ausgabe 480 Seiten
zum Inhalt (Verlagsinfo):
Das Leben der FBI-Agentin Smoky Barrett scheint völlig zerstört zu sein: Seit sechs Monaten verbringt sie die meiste Zeit in ihrem Zimmer, starrt die Wände an oder lässt sich von ihrem Psychiater behandeln. Der grausame Doppelmord an ihrem Mann und ihrer Tochter hat die ehemals beste und erfolgreichste Agentin derart geprägt, dass an die Fortsetzung ihrer Polizeikarriere nicht zu denken ist. Alles ändert sich an dem Tag, da eine von Smokys besten Freundinnen ermordet wird. Doch dies ist erst der Beginn einer Serie von grausamen Bluttaten, die eine ganze Nation erschüttern wird. Der Täter bezeichnet sich selbst als Jack junior und behauptet, ein Nachfahre des legendären Jack the Ripper zu sein. Außerdem betont er immer wieder, dass es nur einen Menschen gibt, der ihm das Handwerk legen könne: Smoky Barrett. Für Smoky wird die Jagd zur Obsession, glaubt sie doch, damit die Geister der Vergangenheit bewältigen zu können. Sie ahnt jedoch nicht, dass die Ermordung ihrer eigenen Familie plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen könnte.
Kurzrezension:
Cody McFadyens Debüt-Roman bekam vorwiegend positive Rezensionen. Für mich war der Roman eine herbe Enttäuschung. Warum? Nun, da haben wir zum einen die ausgelutschte und zigmal kopierte Geschichte über einen brutalen Serienmörder, wobei es dem Autor aber nicht gelingt einen Einblick in dessen Psyche zu zeichnen. Statt dessen versucht die Figur des Psychopathen sich, anhand langer Briefe, selbst zu erklären. Was soll das bitte? Welcher Psychopath kann seine Taten erklären? Zum anderen werden dem Leser detailgetreue, sich über viele Seiten hinziehende Psychogramme, eines jeden beteiligten Mitglieds des FBI-Super-Teams präsentiert. Gut, die Charaktere bleiben dieses mal nicht auf der Strecke, doch hier wurde übertrieben, sodass es ermüdend ist und die Spannung mindert. Ein mehr in Richtung Handlung hätte dem Roman sicher gut getan.
Zusätzlich wurde schon auf den ersten Seiten tief in die Klischee-Kiste gegriffen, wo das ach so perfekte Eheleben der Ermittlerin Smoky geschildert wird.
Im weiteren Verlauf der Geschichte, geht es wiederholt, in Träumen und psychotherapeutischen Gesprächen, um die Aufarbeitung des durchlebten Traumata von Smoky. Logisch, sie packt das! denn Smoky ist überdurchschnittlich intelligent, clever und cool. Auch die anderen Mitglieder des Superteams sind edel gut und clever. Tja, und die Bösen …
Zu allem Übel ist die Geschichte auch noch von Anfang an durchschaubar, denn geübten Thriller-Lesern schwant schon im ersten Drittel des Buches wer der Täter ist, und so war es dann auch.
Allein mit der detailgenauen und brutalen Beschreibung der Morde schreibt man noch längst keinen guten Thriller. Dieses Buch ist wirklich pure Zeitverschwendung.
Rating: 

















